Öko-Audit
Wir über uns

Grundschule "Karl Marx", Plauen

Öko-Audit

8. Unser Umweltprogramm

Bewusstseinsbildung Einsparungen Schulsanierung


Um unser Ziel, eine nachhaltige Umweltbildung und Ressourceneinsparung an unserer Schule verwirklichen zu können, binden wir alle theoretischen und praktischen Arbeitsinhalte an die vier Grundelemente FEUER, WASSER, ERDE, LUFT. Diese Elemente sind eng mit der Erfahrungswelt der Kinder verbunden und bilden daher den Ausgangspunkt für jegliche Arbeit. Weiterhin nutzen wir die wechselseitige Verbundenheit der Elemente miteinander und die Tatsache, das sie die Grundlage allen Lebens schlechthin sind. Aus den bisherigen Alltagserfahrungen der Kinder leiten wir nun die sich ergebenen kulturellen Umsetzungen in Bildern, Texten und eigenem Tun ab. Der Zugang hierfür ergibt sich durch eine Fülle an Medien, Texten und eigenen Erfahrungen mit FEUER, WASSER, ERDE, LUFT, von Naturkatastrophen, über Umweltzerstörung durch den Menschen bis hin zum eigenen Erleben von Natur und eigenem Gestaltenwollen einer lebenswerten und schönen Umwelt. Dies alles sind für uns Ansatzpunkte die sich bereits im Kleinen entwickeln und die wir den Kindern bewusst machen.

Aus unserer originären Aufgabe als Lehrer und Erzieher heraus haben wir uns daher entschieden eine Wichtung der Arbeit im Rahmen unseres Öko-Audits vorzunehmen die und als Grundschule besser gerecht wird.

Wir haben unsere zu erreichenden Ziele in die Prioritäten A, B und C unterteilt. Dabei gelten folgende Grundsätze:

  • Priorität A - kurzfristig erreichbare Ziele mit geringem finanziellen Aufwand
  • Priorität B - mittelfristig erreichbare Ziele mit mittlerem finanziellen Aufwand
  • Priorität C - langfristig erreichbare Ziele mit hohem finanziellen Aufwand
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Priorität A - Bewusstseinsbildung

Hauptpriorität stellt die nachhaltige kognitive und emotionale Bildung unserer Schüler dar. Die Kinder lernen Aspekte der vier Elemente FEUER, WASSER, ERDE, LUFT durch die Vermittlung lehrplanrelevanter Inhalte sowie durch eigenes Erleben und Entdecken in Projekten kennen. Dabei manifestieren sich z. B. die Phänomene, die mit dem FEUER zu tun haben in Wärme, Hitze, Licht... . Die Frage nach der Herkunft lässt sich mittels Erzählungen exemplarisch aufzeigen oder an Hand von Filmen verdeutlichen. Die Wirkung des Sonnenlichts für das Leben zeigt sich in der Grundschule besonders bei der Betrachtung der Jahreszeiten, beim Aufspalten des Lichts in seine Spektralfarben im Kunstunterricht sowie in vielfältiger Weise in den Bereichen Deutsch, Heimat- und Sachkunde, aber auch im Werkunterricht. Das WASSER als lebensspendendes Element des Menschen wird nicht zuletzt als Anteil am menschlichen Körper und seiner Funktion, bei einer gesunden Lebensweise, beim Schwimmunterricht oder bei der Vorbeugung von Krankheiten erfahren. Auch die rituelle Bedeutung des Wassers z. B. bei der Taufe oder zu Ostern erfahren die Kinder im Unterricht. Neben dem Religionsunterricht lernen die Schüler auch grundlegende umweltgestaltende Bezüge über das Wasser kennen wie die Aggregatzustände, den Wasserkreislauf und seine Wirkung aufs Wetter, die Fähigkeit des Lösens von Stoffen, die Energiespendende Wirkung in Wasserkraftwerken, Dampfmaschinen oder als natürliches Kühlmittel kennen. In diesem Zusammenhang ergeben sich Überraschungen, wenn Eiskristalle in ihrer Struktur und Schönheit entdeckt werden und die Schüler das Schulhaus im Winter mit Schneesternen schmücken. Die ERDE kennen die Kinder als den festen Körper unter ihren Füßen. Sie werden ihn im Laufe ihrer Grundschulzeit jedoch auch unter anderen Aspekten kennen lernen. So z. B. als Nahrungsquelle, als Lebensraum für Mensch und Tier, als Heimat und Wohnort. Sie erfahren die Schichtung des Waldes, der Erde und verschiedene Bodenarten kennen, lernen Pflanzen kennen und zuordnen und erfahren das der Mensch seine Umwelt formt. Die Betrachtung der LUFT als etwas was man riechen kann und das auch Grundvorrausetzung für das Leben auf der Erde ist betrachten die Schüler zunächst als Atemluft, als gute oder schlechte Gerüche als Wind oder Sturm kennen. Dabei werden auch die Wettererscheinungen in Abhängigkeit von der Luft, das Entdecken von Gesetzmäßigkeiten des Fliegens oder die Bedeutung des Luftdrucks erfahren.

Aber nicht nur die Betrachtung der einzelnen Elemente - vielmehr das Zusammenwirken und gegenseitige Bedingen der Elemente FEUER, WASSER, ERDE, LUFT lassen die Kinder nachhaltige Erfahrungen sammeln. So ist Feuer nicht immer zerstörerisch, es ist auch aufbauendes und lebenserhaltendes Element, Wasser ist nicht nur lebensspendend es kann auch verheerende Umweltkatastrophen auslösen andererseits aber auch Brände löschen und Menschen vor dem Feuer retten. Zum Einen bietet die Erde uns eine Heimat zum anderen gefährden Erdrutsche Menschen und Siedlungen. Und auch die Wechselbeziehung zwischen Erde und Luft sind gegensätzlich - ein Übermaß an Luft lässt die Erde austrocknen und weht die oberste Erdeschicht weg, ohne Luft hätten wir jedoch keine Lebensgrundlage.

Von dieser Bandbreite aus lassen sich Projekte entwickeln, die das Interesse der Kinder finden und durch die eine nähere Betrachtung möglich ist. Die hier aufgeführten "Gedankensplitter" zeigen die Fülle an Möglichkeiten der Umwelterziehung und damit der nachhaltigen Bildung der Schüler im Interesse unserer Zukunft.

Wichtig bei der Umwelterziehung ist uns, das die Inhalte nicht nur kognitiv vermittelt werden sondern das wir durch unsere Projektarbeit ein handlungsorientiertes und emotional erlebbares Erfahren der Sachverhalte ermöglichen. Dabei werden nicht alle Kinder im selben Augenblick das gleiche Lernniveau erlangen, die Tiefe der Durchdringung wird vom Wissenstand jedes einzelnen Kindes abhängen und daher differenziert ausfallen. Wir streben an, das Alltagserfahrungen, Sinneserfahrungen und wissenschaftliche Erfahrungen Hand in Hand gehen um eine tragfähige Basis für späteres ökologisches Handeln zu bilden.

Folgendes Konzept für die Projektarbeit soll eine schlüssige Basis unserer Arbeit bilden:

KlassenstufeProjektthemaInhalt der Arbeitsgruppe
bis Ende Klasse 1ErdeMüll
bis Ende Klasse 2LuftUmwelt
bis Ende Klasse 3WasserWasser
bis Ende Klasse 4FeuerEnergie

So stellen wir sicher, dass jedes Kind jedes Thema verinnerlicht, unsere Arbeit noch kontinuierlicher wird und eine stärke Verknüpfung mit dem gültigen Lehrplan erfolgen kann.

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Priorität B - Einsparung

Priorität B stellen für uns die Einsparungen von Ressourcen sowie die Vermeidung von Müll dar. Dabei ist es unser Ziel, Energie, Wärme und Wasser zu sparen und außerdem die durch die Müllvermeidung eingesparten finanziellen Mittel anteilig von der Stadt ausgezahlt zu bekommen. Diese finanziellen Mittel wollen wir wiederum in neue Vorhaben innerhalb unseres Öko-Audits investieren. Die bereits festgelegten Maßnahmen, die sich bewährt haben behalten wir bei, andere ineffiziente haben wir in der Überarbeitung gestrichen oder durch effektivere ersetzt.

Einsparung von Energie und Heizungswärme:

  • Die Klassen legen verantwortlich Kinder fest, die in der Arbeitsgruppe Energie mitarbeiten. Diese werden in regelmäßigen Abständen von Lehrerinnen dieser Gruppe angeleitet.
  • Vor Beginn des Unterrichts sollte jeder Lehrer die Klassenzimmer kräftig durchlüften.
  • Während des Unterrichts sollten die Fenster bei kalten Außentemperaturen nur kurzfristig geöffnet werden.
  • Die verantwortlichen Schüler kontrollieren regelmäßig die Zimmertemperatur und melden bei Überhitzung oder Unterkühlung ihre Beobachtungen dem Hausmeister.
  • Jeder Lehrer achtet auf genügend Licht und schaltet unnötige Lichtquellen aus.
  • Die Kinder der Arbeitsgruppe achten beim Verlassen der Klassenzimmer darauf, dass die Lichtquellen ausgeschaltet sind.
  • Schwerpunkte sind die Turnhalle, die Umkleideräume und das Schulhaus. Die Kinder der Gruppe erhielten den Auftrag, verantwortliche Schüler für diese Bereiche festzulegen.
  • Der Hausmeister sollte schnell auf Temperaturschwankungen reagieren.

Maßnahmen zur Einsparung von Wasser:

  • Einen Verantwortungsbewusster Umgang mit Wasser im Tagesablauf üben.
  • Es erfolgte der Einbau von Druckspülern in die Toiletten der Schule, die nun durch Regenwasser betrieben werden.
  • Zeituhren in den Wasserhähnen auf der Toilette vermeiden unnötiges Weglaufen von Wasser
  • Der Schulgarten wird zukünftig durch Regenwasser gegossen.

Maßnahmen zur Abfallvermeidung:

  • Das richtige Entsorgen muss durch die Kinder und natürlich durch die Lehrer und Erzieher noch stärker kontrolliert werden. Dazu werden Klassenverantwortliche eingeteilt werden, die dies als Dienst versehen.
  • Die Lehrer müssen die Notwendigkeit der Entsorgung bei den Kindern stets wiederholen.
  • Der Biomüll kann im Schulgarten kompostiert werden und somit gewinnen wir selbst neue Erde.
  • Die aufgestellten Säcke werden weiter durch stabilere und ästhetische Systeme ersetzt.
  • Auf den Behältnissen werden eindeutige Symbole bzw. Beispiele für den Inhalt angebracht.
  • Es werden weiterhin Freiarbeitsmaterialien zum Thema "Mülltrennung" angeschafft. Außerdem werden die Angebote der Medienstelle und der Müllentsorgung genutzt.
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Priorität C - Schulhofgestaltung

In die Priorität C fallen für uns Dinge, die wir nur mit hohem finanziellen Aufwand realisieren können bzw. deren Erfüllung nicht in unseren Aufgabenbereich fällt. An erster Stelle steht nun nach erfolgter Sanierung die Gestaltung unseres Schulhofes. Hier wurden beim Umbau nur die Grundlagen gelegt. Aufgabe ist es nun, in Zusammenarbeit aller Lehrer, Erzieher, Eltern und Kinder das Außengelände so zu gestalten, dass es sowohl im Pausen- und Unterrichtsbereich, als auch in der Nutzung für Hort und Ganztagsangeboten optimale Möglichkeiten bietet. Dafür wird noch in diesem Jahr eine Gesamtkonzeption erstellt, die dann im Laufe der nächsten Jahre je nach finanziellen Möglichkeiten fortgesetzt wird.
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Vorschäge für die weitere
Gestaltung des Außengeländes