Die Umweltpolitik bringt umweltbezogene Handlungsgrundsätze in eine verbindliche Form. Sie wurde 2001 von der Schulkonferenz erlassen. Wir betrachten den Umweltschutz als einen integralen Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrages.
Wir wollen gemeinsam, Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern den Schulbetrieb umweltbewusst gestalten, um diesem Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages besser nachzukommen.
Wir beziehen uns dabei auf die Bildungspolitik und die Gesetzgebung unseres Landes Sachsen. Weiterhin berufen wir uns auf das Leitbild der "Zukunftsfähigen Entwicklung", nachdem umweltpolitische Probleme in einer engen Beziehung zur wirtschaftlichen und sozialen Funktion stehen. "Zukunftsfähigkeit" als Leitbegriff überschneidet sich damit weitgehend mit der originären Aufgabe von Schulen, junge Menschen auf die Zukunft zu orientieren und vorzubereiten.
Mit der Beteiligung der Schüler am Umweltschutz eröffnen wir Freiräume dafür, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und Partizipationen lernen können. Auch hiermit knüpfen wir an den Bildungs- und Erziehungsauftrag an. Wir wollen damit eine umweltgerechte und zugleich auch eine attraktive Schule schaffen.
Wir achten und fördern die vielfältigen Motivationen, aufgrund derer sich Menschen an unserer Schule für den Umweltschutz engagieren. Hierzu gehören u.a.:
- der Wunsch, die Umwelt für sich selbst und für die kommende Generation zu schützen, die Umwelt bewusst zu erleben und kreativ zu gestalten,
- die Suche nach Möglichkeiten selbst erste Schritte zu gehen,
- die Suche nach Wegen, Umweltbewusstsein auszubilden und die Nachhaltigkeit in der Umwelt-, Bildungs- und Erziehungsarbeit zu entwickeln,
- ein technisches oder naturwissenschaftliches Interesse,
- das Streben von Lehrern und Erziehern, bei der Vermittlung umweltrelevanter Fragen im Unterricht und im außerschulischen Bereich glaubwürdig zu sein,
- der gezielte Umgang mit allen sich an der Schule bietenden Ressourcen.
Wir werden uns bemühen, diese unterschiedlichen Motivationen gezielt zusammenzuführen und somit unserem schulischen Umweltschutz eine breite Basis zu geben. Die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt werden von uns untersucht. Um die Umweltbelastungen des Schulbetriebes zu reduzieren, wenn möglich zu vermeiden, sind zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen.
Die uns betreffenden umweltrelevanten Vorschriften werden wir einhalten und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen verringern, d. h. Energie und Wasser zu sparen und Abfall zu trennen und zu vermeiden. Uns ist bewusst, dass wir mit dem sparsamen Umgang mit Ressourcen Geldmittel sparen. Wir werden uns gezielt dafür einsetzen, dass dieses Geld, zumindest anteilig, an unsere Schule fließt und für Bildungszwecke und die Gestaltung einer attraktiven und umweltfreundlichen Schule verwendet werden kann. Nicht alle Aufgaben zur kontinuierlichen Umweltsituation der Schule sind sofort lösbar, aber wir nehmen uns vor, das Erreichte immer kritisch zu hinterfragen und uns neue, anspruchsvolle Aufgaben zu stellen. Wir werden ein Controlling einrichten, nach dem die Umsetzung dieser Umweltpolitik im Schulalltag überprüft wird und nach dem Maßnahmen abgeleitet werden können, sofern die Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden. Bei Bedarf werden wir diese Verfahren aktualisieren.
Die auf unserem Schulgelände arbeitenden Vertragspartner werden angehalten, die gleichen Umweltnormen anzuwenden wie wir selbst.
Wir wollen die Öffentlichkeit über den Umweltschutz in unserer Schule informieren und Interessenten zum Dialog einladen.